Sondergebiet Logistik

UNSERE HALTUNG ZUM SONDERGEBIET LOGISTIK

Die SPD Neu-Eichenberg hat sich von Beginn an für das Sondergebiet Logistik engagiert. Einer der Hauptgründe dafür ist die damit verbundene realistische Chance auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung unserer Gemeinde und der Region. Mit der Hoffnung so Arbeitsplätze, und damit zusammen mit den Grund- und Gewerbesteuern, eine verlässliche Einnahmequelle zu generieren, steht die SPD auch weiterhin zur Realisierung des Sondergebiets Logistik.


Politik findet jedoch nicht in einem isolierten Raum statt, sondern lebt von der Auseinandersetzung mit Bürgerinnen und Bürgern und mit aktuellen Entwicklungen. Politik bleibt nur dann bürgernah, wenn eine Neubewertung von Rahmenbedingungen auch zu einer Neubewertung von politischen Leitlinien führt. Unter Berücksichtigung der z.T. berechtigten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger von Neu Eichenberg hat die SPD Neu-Eichenberg daher eine Neubewertung der Sachlage vorgenommen.


Wir sind weiterhin der Überzeugung, dass die Umsetzung des Sondergebiets Logistik für die Gemeinde unschätzbare Vorteile bringt. Die Gemeinde benötigt dringend eine zusätzliche stabile Einnahmequelle, um auch in der Zukunft handlungsfähig zu bleiben. Nur so erhalten wir die Unabhängigkeit der Gemeinde und bleiben auch finanziell und politisch unabhängig von Vorgaben durch Rettungsschirme etc., nur so können wir die Aufgaben, die zu bewältigen sind, finanziell stemmen.
Wir müssen und wollen aber auch die Sorgen der Anwohner berücksichtigen und die Folgen des Klimawandels im Blick behalten.


Diese verschiedenen Faktoren haben nach gründlicher Abwägung zu einer inhaltlichen Neubewertung des Sondergebiets Logistik durch die SPD-Fraktion geführt. Unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile setzen wir uns dafür ein, nur einen Teil von 55% (zwischen B 27 und Bahnhofsweg) für die Logistik zu vermarkten und die verbliebenen 45% für eine alternative Nutzung zur Ver-fügung zu stellen. Wichtig ist dabei, dass nach derzeitigem Sachstand eine alternative Nutzung ohne einen Großteil Logistikfläche überhaupt nicht möglich wäre. Die im Arbeitskreis vorgestellten Alternativen bezogen sich auch überwiegend auf den nicht für Logistik zu nutzenden Teil.


Gleichzeitig setzen wir uns für eine „grüne Logistik“ ein, also eine Logistik, die unter anderem klimaneutral ist. Die direkt anliegenden Bewohner sollen durch Lärmschutzmaßnahmen geschützt werden.
Die alternative Nutzung der verbleibenden Fläche macht einerseits eine grundsätzliche Versiegelung der Ackerfläche nicht notwendig, wird aber andererseits die Einnahmesituation der Gemeinde möglicherweise ebenfalls verbessern.


Die SPD Neu-Eichenberg ist davon überzeugt, dass wir damit die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde Neu Eichenberg langfristig sichern können.